Attribuierung
Aber was sind nun eigentlich Schemata? Nach D'Andrade (1984, 1992) sind Schemata:
Schemata sind kognitive Universalien mit kultureller und individueller Prägung.
Fundamentaler Attributionsfehler
Der fundamentale Attributionsfehler weißt darauf hin, dass oftmals unberechtigte Attribuierungen vorgenommen werden (Ross, Amabile & Steinmetz, 1977). So werden Menschen, die sich auf eine bestimmte Art und Weise verhalten, beispielsweise bestimmte Persönlichkeitsmerkmale zugeschrieben. Diese sind jedoch meist nicht zutreffend. Etwas bescheidener ist die Bezeichnung „Korrespondenzverzerrung“ (correspondence bias; Gilbert & Malone, 1995; Pettigrew, 1979), d.h. die Neigung von Beobachtern, aus dem Verhalten eines anderen Menschen auf dessen Persönlichkeitseigenschaften zu schließen.
Die Attributionsforschung hat sich in der Vergangenheit hauptsächlich mit zwei Fragen befasst:
Bedeutung für Kursleitende
Wichtig ist, dass sich Kursleitenden darüber bewusst werden, dass sie selber und die Teilnehmenden Attribuierungen vornehmen und dass diese durch die oben genannten Punkte und Perspektivendivergenzen geprägt sind, die Perspektiven also individuelle unterschiedlich konstruiert sind. Die Attribuierungen können im Unterricht offen gelegt und besprochen werden, ohne dass darüber gewertet wird. Vielmehr kann der Unterricht genutzt werden, um die Attribuierungen zu ergründen und zu erfahren, wie sich diese Zusammensetzen.